
Suche nach wiederverwendbaren Materialien an Orten, wo Qualität sonst verloren ginge: Demontagenachlässe, Tischlereien mit Überschuss, historische Bauhöfe, Werkstätten, die Altmaterial fachgerecht aufarbeiten. Achte auf lückenlose Herkunft, Reststärken, Feuchtewerte bei Holz, Mikrorisse bei Stein und die Möglichkeit, Beschläge, Scharniere oder Dichtungen zu erneuern. Oft lässt sich durch frühe Reservierung und rechtzeitige Abholung der perfekte Fund sichern, bevor er verschwindet oder beschädigt wird.

Miss jede Kante mehrfach, notiere Toleranzen, fotografiere Details und dokumentiere Unregelmäßigkeiten, damit die spätere Montage reibungslos gelingt. Prüfe bei Arbeitsplatten die Ebenheit und bei Schränken die Rechtwinkligkeit. Teste Scharniere, Laufschienen, Gewinde und Bohrungen. Erstelle eine Checkliste für Nacharbeiten, wie Planhobeln, Nachleimen, Kittarbeiten oder das Ersetzen korrodierter Schrauben. Je genauer die Bestandsaufnahme, desto weniger Überraschungen beim Einbau und desto sicherer das Endergebnis.

Verbinde die Geschichte der Materialien mit deinem Alltag: Eine ulmenholzene Platte wirkt warm neben matten Keramikfliesen, alte Apothekerschubladen fühlen sich großartig mit schlichten, modernen Griffen an. Entscheide, welche Spuren sichtbar bleiben dürfen und wo eine gründliche Überarbeitung nötig ist. Kombiniere Farben, Texturen und Licht so, dass Unregelmäßigkeiten als Charakterzug erscheinen. Ein schlüssiges Konzept schafft Harmonie zwischen Vergangenheit und Gegenwart, ohne nostalgisch zu wirken.
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